Wildpark Schorfheide mit vielen Tieren und ein wenig Regen

Sonntag, 7. August 2016

Wir waren den letzten Sonntag im Wildpark Schorfheide, eine knappe Stunde von Berlin entfernt, welcher in dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands liegt. Der Park bietet viele Großwildtiere sowie sehr seltene unsprüngliche Haustierassen neben einem riesigen Kletterpark, Kinderspielplatz und einem Ziegenstreichelgehege. Lecker ist auch das Besucherhaus gleich am Anfang des Parkes, welches zum Verweilen und essen einlädt und Kraft tanken lässt, entweder vor oder bereits nach der Wanderung.

Bereits vor dem offiziellen Park liegt der Kletterbereich und ein großes Gehege in dem absolute süße Waschbären leben, die die Besucher neugierig betrachten und gemütlich durchs Gelände watscheln. Am liebsten hätte ich ja diese Wuschelknäuel mitgenommen. Diese großen dunklen Augen, das zerzauste graue Fell und diese Angewohntheit ihre Pfoten im Teich zu waschen.

Danach ging es erstmal zum essen und es gibt zwar nicht viele Gerichte, aber für jeden ist eigentlich etwas dabei, sogar einige vegetarische Menüs sind vorhanden.

Der erste Weg führt einfach zu dem Streichelgehege mit den vielen vielen Ziegen, die sich über jeden Besucher zu freuen scheinen. Natürlich besonders auf die kleinen Gäste, die ihnen etwas zu fressen mitbringen. Man kann speziell dafür Futter kaufen, aber meist haben die Kleinen nicht besonders viel Spaß daran, weil die Ziegen dermaßen verfressen und aufdringlich sind, dass die meisten Kinder eher Angst bekommen. Dann lieber eine der zur Verfügung stehenden Ziegenbürsten nehmen und die Tiere bürsten. Die meisten Ziegen schienen trächtig zu sein und auch mir und meiner Bürste hat sich eine weiße Ziege geduldig hingegeben und hat sich minutenlang bürsten lassen.

Danach ging es weiter. Vorbei an Wollschweinen, Bisons, Pferden und anderen Kleintieren bis hin zu den Wölfen, die behaglich in ihrem Gehege gepennt haben und nur ab und zu den Kopf gehoben haben, um bestimmte Geräusche einzuordnen und um dann sofort weiter zu dösen. Das Gebiet, welches ihnen zur Verfügung steht, mutet allerdings etwas klein an, wenn man bedenkt wie viele Kilometer so ein Wolf pro Nacht hinter sich bringt.

Weiter ging es zu den Ottern, die ebenfalls gemütlich in einer Ecke geschlafen haben und als wir gerade bei den Elchen und dem Dammwild angekommen waren, fing es wie aus Kübeln an zu schütten. Wir haben uns dann unter einem schmalen Vordach untergestellt und dort Minutenlang verharrt, bis es ein wenig nachgelassen hat und wir mutig unseren Weg fortgesetzt haben. Doofe Idee wie ihr euch sicher bereits gedacht habt! Denn es fing wieder an zu schütten, aber ... dafür haben wir Luchskinder gesehen. Die haben sich nämlich mit ihrer Mama unter einem Baum direkt am Zaun ebenfalls Unterschlupf gesucht und so konnten wir die Kletterversuche der Kleinen beobachten. Pitschnass, aber mit diesen Bildern beschenkt, ließ dann der Regen auch endlich endgültig nach und nach wenigen Minuten strahlte die Sonne wieder und nichts zeugte mehr von dem eben noch vorhanden Mistwetter.

Trotzdem führten wir unsere Runde rasch zu Ende und ab ins Auto auf den langen Weg nach Hause.


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