Der Waldkauz - Vogel des Jahres 2017

Mittwoch, 5. April 2017

Der Waldkauz ist Vogel des Jahres 2017 geworden, aber was wissen wir eigentlich von diesem Vogel?

Der Waldkauz ist eine Eulenart und kommt von Europa bis Westsibirien und außerdem in Südostasien vor. Er brütet in Höhlen und frisst hauptsächlich Mäuse. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv, haben eine gedrungene Gestalt mit rundem Kopf und einer rindenähnlichen Gefiederung. Waldkauze sind sich ein lebenlang treu. Sie trennen sich zwar nach der Brutzeit, treffen jedoch jeden Spätherbst wieder zusammen.
Sie sind etwa 40 Zentimeter groß und gehören damit zu den mittelgroßen Eulen, ihre Flügelspannweite erreicht bis zu einem Meter.

In der Antike galt der Waldkauz als Vogel der Weisheit, wohin gegen er im Mittelalter eher als Todesbringer verrufen war. Aberglaube wurde vor allem durch die nächtliche Aktivität der Eulen geschürrt und sorgte lange Zeit für das schlechte Image dieser Vögel. Heute hat sich dieses Bild zum Glück deutlich verändert und wurde von Faszination für diese schönen Tiere abgelöst.

Warum ist der Waldkauz aber nun Vogel des Jahres? Der NABU begründet dies so:
„Stellvertretend für alle Eulenarten haben wir für 2017 den Waldkauz zum Jahresvogel gewählt. Mit ihm wollen wir für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen im Wald oder in Parks werben und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisieren“, erläutert NABU-Präsidiumsmitglied Heinz Kowalski. Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Es gilt, sie zu schützen, ihre Bestände zu stabilisieren oder zu vermehren.

Links
Warum ist der Waldkauz Vogel des Jahres 2017? / NABU
Infomaterialen zum Waldkauz / NABU

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