Marvel´s Jessica Jones / Staffel 1-2

Sonntag, 22. April 2018


#Enthält Spoiler zur ersten Staffel!!!

Inhalt
Jessica Jones ist nicht so wie man sich Helden gemeinhin vorstellt. Sie säuft, sie ist nicht nett und vor allem will sie auch keine Heldin sein.
Natürlich kommt alles anders als es soll und als Schatten der Vergangenheit sie einzuholen drohen, muss sie handeln, nur eben auf ihre Art.

Trailer

Meine Meinung
Ich muss in dieser Serie ein wenig differenzieren, da mich beide Staffel sehr unterschiedlich erreicht haben und ich kaum in der Lage bin, eine einheitliche Review zu schreiben, die eine Staffel nicht herabwürdigen und die andere nicht heraufwürdigen würde. Für mich!

Staffel eins ist für mich grandios. Ich liebe die Inszenierung, die Charas, die Story, die Entwicklung. Kurzum, eigentlich liebe ich alles! Die Staffel ist künstlerisch, düster und meisterhaft produziert. Jessica als patzige Titelhelden mit ihrer Leck-mich-am-Arsch-Einstellung und die aufwendigen Inszenierungen hauen genauso rein wie die gesamte Story!
Jessica war ganz klar der Höhepunkt der Serie, sie ist anders, sie ist frech und sie ist cool. So etwas hatten wir schon, natürlich, aber hier wird es exzellent umgesetzt und macht einfach Spaß zu schauen. Aber auch Killgrave als Gegenspieler fand ich toll, auch wenn mir die Story um ihn am Ende etwas zu abrupt war, da hätte ich mir gerne ein wenig mehr Ausbau der Entwicklung gewünscht, da hätte man noch viel mehr daraus machen können. Trotzdem nach Fisk der aktuell stärkste Bösewicht der Marvel Produktion.

Staffel zwei dagegen verliert genau diesen Drive. Durch den Verlust des starken Bösewichts Killgrave dümpelt alles sehr vor sich hin, entwickelt nie die Intensität der ersten Staffel. Jessica ist nervig ohne Ende, sie jammert viel zu viel und auch wenn diese Einstellung vielleicht der Entwicklung der Geschichte ihrer Vergangenheit dienen soll, war es mir einfach an jedem Punkt der Serie zu viel!
Dazu viele verwirrende Nebenstränge, die kaum bis gar nicht der Story gedient haben und einfach nur als Fragen zurück bleiben, die mich gestört haben. Einfach viel verschenktes Potential.
Es ist durchaus spannend wie Jessica ihre Vergangenheit entdeckt und auch wie sich vor allem Trish in dieser Staffel entwickelt, aber alles zusammen war es für mich viel Wind um nichts. Eine Story, die nie wirklich zum Punkt kommt und der einfach einen starken Gegenpart fehlte. Jeder Held ist (meist) nur so gut wie sein Bösewicht und hier war das ganz stark zu merken.
Für mich wirklich gut war eine Folge und zwar die elfte, wer die Staffel bereits gesehen hat, wird wissen warum. DAS ist das, was ich von Jessica Jones erwarte und was die erste Staffel war!

Die dritte Staffel kann ebenfalls wieder interessant werden, wir haben viele lose Enden und ich habe einige Vermutungen wie es weitergehen könnte, aber ich möchte natürlich niemanden spoilern, der die aktuell zweite Staffel noch nicht gesehen hat!

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