Wir wollen perfekt sein

Dienstag, 14. Februar 2017

Heutzutage geht nichts darüber, dass man jemand sein möchte. Jemand, der man nicht ist, weil man nach immer höheren stirbt. Man kann der beste Mensch auf der Welt sein, doch wann ist man zufrieden? Man möchte hübscher, schlauer, dünner, sportlicher, erfolgreicher sein. Bis man irgendwann daran zebricht! Wenn die Stille kommt. Die Zeit alleine. Wenn man den Gedanken nicht mehr entkommt. Und anfängt zu denken. Die Gedanken schreien. Kreischen. Heulen. Und zerstören in einem Strudel voller Dunkelheit, Schmerz und Angst. Wir wollen alle jemand sein und haben verloren. Gebrochene Herzen. Dicke Mauern. Schweigende Dunkelheit. Die Narben sitzen tief. Kaum sichtbar. Aber immer spürbar. Es ist vor allem die Angst davor, niemand zu sein. Für immer allein. Für immer unbeachtet. Für immer nicht hübsch genug. Nicht dünn genug. Nicht sportlich genug. Nicht erfolgreich genug. Wir wollen alles und verlieren uns selbst. Wir erwarten so viel vom Leben, am Ende finden wir die Verzweiflung. Die Leere. Die Einsamkeit. Die Tränen. Die Depressionen. Wir können nicht immer sein wer wir wollen. Wir müssen viel öfter einfach nur wir sein. Irgendwann können wir nicht mehr fliehen und die meisten arbeiten weiter. Nur nicht aufhören. Nur nicht aufhören. Nur nicht aufhören. Manche aber wachen auf. Fragen sich, was sie eigentlich wollten. Ist es wirklich das? Arbeit, Angst, Einsamkeit? Wie möchte ich sein? Wie möchte ich leben? Was sind meine Träume? Kann ich das so weiter leben? Kann ich generell so weiter leben? Was erwarte ich vom Leben? All diese Fragen, die auf einen einprasseln und niemals locker lassen. Die Tränen laufen von ganz alleine. Die Gedanken schreien im wilden Sturm. Und ganz leise die Zweifel. Und viel stärker der Wille, jemand zu sein! Egal, was das bedeutet. Angst. Einsamkeit. Burn-out. Depressionen.

Halt. Stopp. Notbremse!

Lasst uns durchatmen und feststellen, was wir wirklich vom Leben erwarten. Es sollte bunt und voller leuchtender Träume sein. Und nicht dunkel und von Angst durchzogen. Niemand muss jemand sein. Wir sind alle jemand! Du bist wichtig! Ich bin wichtig! Wir sind wichtig!

Kommentare:

  1. Wunderbar geschrieben! Du sprichst mir damit aus der Seele! :-*

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich danke dir!

      Ja ich denke, es geht vielen so, auch wenn es die wenigstens offen sagen, aber vielleicht sollten wir wieder öfter daran denken, was wir wollen! =)

      Löschen
  2. WOW.. Erstens: Toll geschrieben; Zweitens: du schaffst es immer wieder das auszusprechen/nieder zuschreiben was man denkt oder mit was man gerade selbst zu kämpfen hat.. Drittens: Ich freue mich doch immer wieder über deine Texte :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh danke schön! Das ist Balsam für meine Schreiberseele =)

      *mit was man gerade selbst zu kämpfen hat* - du kannst mir jederzeit auch ne Mail schreiben, wenn du quatschen magst!

      Hehe ich hab noch ein wenig was geplant, da kommt dieses Jahr noch einiges ;)

      Liebste Grüße,
      Vivka

      Löschen
  3. Huhu,

    ach ja.. die Prüfungs-und Abgabezeit verlangt einen seelisch immer so viel ab :/ da ist man gleich anfälliger dafür aber was wäre diese Zeit nicht ohne Leidensgenossen mit denen man seinen Kummer teilen kann.. Aber trotzdem Danke für das Angebot :)

    Da bin ich aber mal gespannt :D

    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist wohl wahr, Angebot steht immer, wenn mal was ist, manchmal geht das reden/schreiben mit "Fremden" ja besser ;)

      Aber du schaffst das =) Und danach belohnst du dich schön mit deinen Freunden und allem was du magst =)

      Liebste Grüße,
      Vivka

      Löschen