Rückkehr der Luchse

Samstag, 8. April 2017

Früher war der Luchs, wie so viele andere Raubtiere, auch in Deutschland verbreitet, heute gibt es sie hier kaum noch, doch er kehrt zurück: Der Luchs.

Sie verbreiten sich aus dem Harz heraus aus und werden leider nicht mit offenen Armen empfangen, immer wieder finden sich in Bayern abgeschossene und vergiftete Luchse. Man hat Angst. Doch wovor? Früher hatten die Menschen insbesondere Angst, weil sie kaum etwas von diesem Tier wussten. Luchse sind wunderschön und faszinierend, aber eben auch eindrucksvoll und tödlich. Geschichten gibt es immer, wie auch beim Wolf ist die Angst vor dem Unbekannten aber das größte Problem. Auch heute wissen viele Wilderer kaum etwas von diesem Tier und warum es keine willkürliche Tötungsmaschine ist. Zudem sind viele Wälder verschwunden und der Lebensraum der Tiere begrenzt! Daher rücken Tier und Mensch enger zusammen und auch das bringt Probleme mit sich.

Warum ist der Luchs damals verschwunden? Einerseits weil die Besiedlung der Menschen immer weiter verbreitet wurde und andererseits waren die Felle eine begehrte Jagdtrophäe. Zudem wurde der Luchs als Räuber von Schafen und Ziegen gesehen und natürlich als Konkurrenz der Jäger. Dadurch wurde der Luchs in Deutschland vollständig ausgerottet. Erst seit einiger Zeit soll es nachweislich wieder Luchs hier bei uns geben und es gibt einige Besiedlungsprojekte, die aber immer wieder gestört werden, da die Menschen illegal Tiere töten und vergiften.

Dabei sollen die scheuen Tiere dafür sorgen, dass natürliche Gleichgewicht des Ökosystems zu halten und schwache und kranke Tiere ihrer Jagdbeute zu eliminieren, damit sich nur starkes, gesundes Wild vermehren kann. Es wird sich verstärkt bemüht Aufklärungsarbeit unter der Bevölkerung zu betreiben, bisher aber noch mit mäßigem Erfolg. Noch kann sich der Luchs kaum bei uns ansiedeln, aber die Hoffnung, dass der Mensch toleranter dem Luchs gegenüber wird, ist noch nicht aufgegeben. Und mal ernsthaft, ist das nicht ein wirklich wunderschönes Tier?

Links
Luchse - die Pinselohren kehren zurück / WWF
Fotograf / Oliver Krüger / 500px

Kommentare:

  1. Hey,

    das regt mich ja eh immer auf. Alle reden von zurück zur Natur, aber dann können sie die scheuen Wesen nicht in Ruhe lassen. Ich verstehe, dass es ungewohnt ist. Es gibt ja Kinder, die denken, Kühe haben lila Flecken. (Ohne Witz, habe ich schon erlebt.) Aber dann ist der Staat eben gefordert, Aufklärung zu betreiben. In Osteuropa lebt man auch mit Wölfen und Bären.
    Alles soll natürlich sein, aber wehe die Natur kommt einem zu nah. Echt, über so was könnte ich mich wirklich aufregen.

    Liebe Grüße
    Lilly

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    1. Richtig, es gibt so tolle Beispiele dafür wie es zusammen klappen kann, sogar wenn die Lebensräume relativ eng zusammen hängen, aber Aufklärung ist so semi gut in Deutschland! Ich war ja zB bei ein paar Vorträgen über Wölfe, aber so etwas findest du wirklich nur, wenn man gezielt danach sucht und die breite Öffentlichkeit bekommt davon gar nichts mit!
      Dabei sind Wölfe, Füche, Luchse etc so scheu und wollen ja auch in Ruhe gelassen werden, da muss man nicht einmal Angst haben, so einem Tier wirklich zu begegnen. Aber warum füttert man die an, wenn man Angst vor denen hat? Und sich dann wundern, wenn die Tiere ihre Scheu verlieren -.-

      Jaaa lasst uns zurück zu Natur kommen, aber wehe dem da sind dann Tiere oder komische Pflanzen oder sonst irgendetwas, was gerade nicht passt, danni ist das Geschrei leider groß =/

      Ich rege mich da mit dir auf! Ich kann das leider nicht nachvollziehen was viele Menschen von sich geben in der Hinsicht =(

      Liebste Grüße,
      Vivka

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