Für immer

Samstag, 15. April 2017

Ich renne, gegen die Zeit der Welt
Alles um mich herum versinkt
In der Schwärze meiner Depression
Nichts ist mehr wie es sollte

Voller Angst sehe ich die Zweifel
Zerfressen von den Fäden der Dunkelheit
Die über mich kommt und mich verschlingt
Mich mit nimmt und für immer ertränkt

Die Tränen kommen und fließen
Ich kann kaum aufhören zu weinen
In mir ist alles ein eisiger schwarzer Klumpen
Der mein Herz und meine Seele verklebt

Ich möchte rennen, doch ich falle
Ich möchte fliegen, doch ich sterbe
Ich möchte träumen, doch ich ertrinke
Ich möchte leben, doch ich klebe fest

Ein einziger Moment
Eine einzige falsche Enscheidung
Mein Leben entscheidet sich gegen mich
Und ich falle, ich falle, ich falle

Die Ruine meines Ichs zerfällt
Die Asche meiner Träume nimmt mir die Sicht
Ich komme nicht von der Stelle
Und versinke in Schmerz und Zweifel und Leere

Niemals wird mein Leben wieder wie es war
Keine Schönheit des Lichtes mehr
Nur noch quälende Dunkelheit
Und das zusammensein mit mir selbst

Ich werde vergessen und ich werde erblinden
Nie wieder Farben von der Sonne geküsst sehen
Nur noch Schatten und Finsterfäden
Die mich lähmen und mich verschlingen

Für immer, für immer, für immer
Ich allein in der Dunkelheit meiner Seele
Etrinke in jedem Augenblick und kann nicht sterben
Für immer, für immer, für immer

Kommentare:

  1. Liebe Vivka,

    das Gedicht ist von Dir? Es gefällt mir gut.

    Geht es Dir im Moment so?
    Liebe Grüße
    Lilly

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    1. Ja das ist von mir, danke schön =)

      Meistens ja, die Angst vorm Erblinden hat mich ein wenig zu sehr im Griff momentan =/ Aber ich versuche damit klar zu kommen!

      Liebste Grüße,
      Vivka

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    2. Darf ich fragen, warum Du diese Angst hast?

      Und gibt es jemanden, an den Du Dich damit wenden kannst?
      Ich hatte mir vorhin beim Lesen ganz schön Sorgen gemacht.
      Aber es ist gut, dass Du es teilst.

      Herzlich
      Lilly

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    3. Ja darfst du!

      Ich habe Typ 1 Diabetes und war in meiner Jugend nicht immer so diszipliniert wie ich sein sollte und bei mir ging all das Schlechte wohl in die Augen ... manche haben dieses diabetischen Fuß, manche haben eher Probleme mit Leber und Nieren, bei mir ging iwie alles in die Augen ... und seit Ende letztem Jahr ist es ganz schlimm geworden und ich sehe halt nicht mehr so viel (20 und 40% um genau zu sein) und jetzt frisst sich die begründete Angst in mich, wie lange ich überhaupt noch sehen kann ...

      Ja schon, mein Freund vor allem und ein paar Freunde ... aber trotzdem frisst sich das fest ... daher auch ab und zu solche Texte, damit ich irgendwo hin mit diesen Gedanken kann ...

      Liebste Grüße,
      Vivka

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    4. Puh, das kann ich gut verstehen, dass Du da große Angst hast. Und machen kann man in der Hinsicht nichts? Also ich frag, weil ich Büchertreff auch jemand mit Diabetis ist und letztes JAhr war es so schlimm, dass sie nicht mehr lesen konnte. Aber (ich glaub durch Diät) wurde es wieder besser und inzwischen kann sie wieder lesen.

      Das tut mir echt leid... (((( )))))
      Ganz liebe Grüße
      Lilly

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    5. Na ja ich habe links zwei OPs und Spritzen hinter mir, recht Spritzen und Lasern ... also im Endeffekt wurde schon eine Menge gemacht ...

      Die Frage ist auch Typ 1 oder Typ 2 und aufgrund welchen Faktoren das aufgetreten ist und wie weit es fortgeschritten war, da kann man jeweils unterschiedliche Sachen noch machen! Aber gut, dass es bei ihr so funktioniert hat =)

      Danke dir <3

      Liebste Grüße,
      Vivka

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    6. Liebe Vivka,

      puh, da hast Du ja schon einiges hinter Dir!

      Ich wünsche Dir wirklich von Herzen, dass Du noch lange, lange Sehen kannst und Dein jetziger Zustand stabil bleibt!

      Herzlich
      Lilly

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    7. Ich danke dir und hoffe, dass du Recht hast und ich noch lange etwas sehen kann =)

      Danke für deine Worte <3

      Liebste Grüße,
      Vivka

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