Finnland 2008

Freitag, 7. Juli 2017

Viele von euch wissen ja, dass eine meiner großen Liebe Finnland ist. Ich liebe das Land, ich liebe die Sprache, ich liebe die Menschen ... in Finnland habe ich mich das erste Mal wirklich zu Hause gefühlt und ich vermisse diese Zeit! 2008 war mein erster Urlaub dort über drei Wochen und ich habe nur gute Erinnerungen daran!


Wir sind damals von Rostock nach Helsinki mit der Fähre gefahren und ich hasse Schiff fahren, wirklich! Dieses ständige vibrieren von den Motoren und nur Wasser um mich herum, es macht mich wahnsinnig! Und wäre die Hinfahrt wie die Rückfahrt gewesen, keine Ahnung, ob ich wieder da rauf gegangen wäre, Aber dazu später mehr ...
Die Hinfahrt war ruhig und nach circa 24 Stunden kamen wir morgens un acht endlich in Helsinki an. Helsinki, das Tor zur Welt! Da wir mit Auto unterwegs waren, haben wir uns also erstmal auf die Suche nach dem Hotel gemacht, aber ernsthaft, habt ihr schonmal versucht in Helsinki zu parken? Nahezu unmöglich, außer man sucht eine der unzähligen Tiefgaragen auf, die teilweise die ganze Stadt unterziehen. Danach haben wir uns die Stadt angeschaut, was man eben so macht! Der Dom von Helsinki, der Innenkern der Stadt, die Felsenkirche und vieles mehr!


Am nächsten Tag ging es dann weiter bis Lappeenranta, eine kleine süße Stadt, aber da es nur geregnet hat, sind wir die meiste Zeit im Hotel gewesen beziehungsweise haben uns in einem kleinen Café die Übertragung eines Formel 1 Rennens gesehen. An diesem Tag habe ich auch das erste Mal Disneys Ratatouille gesehen, auf Finnisch schon sehr witzig.


Dann ging es auf die Reise zu unserem zuhause für die nächsten zwei Wochen mitten auf der Saimaa-Seenplatte nach Sonkajärvi. Mitten im Wald an einem See im Nirgendwo. Das Navi nennt den Ort nur Straße ohne Namen und Straße ist für den Waldweg eigentlich hochgegriffen. Einspurig geht es kilimeterweit durch den Wald und man hofft einfach nur, dass niemand von vorne kommt. Aber es ist einfach traumhaft. Die Stille. Die Ruhe. Die Einsamkeit. Alleine mit sich und seinen Gedanken. Der nächste Nachbar ist meilenweit entfernt. Zum nächsten Supermarkt ist man eine Stunde unterwegs . mit dem Auto. Aber es ist so wunderschön! Auf jeder Brücke sind Blumenkästen angebracht. Überall gepflegte Natur wohin man schaut. Die Menschen leben im Einklang mit dieser und sorgen für ihre Unversehrtheit! So etwas wünsche ich mir hier auch!
Eine lustige Begegnung hatte ich mit einem Finnen, der im Wald seine Kuh gesucht hat. Er meinte er spräche nicht viel Englisch, erzählte aber wie ein Wasserfall. Ich möchte auch dieses "just a littlebit" Englischkenntnisse haben. Wirklich!
Die Kuh hatten wir übrigens nicht gesehen, aber Hufspuren von ihr im Sand gefunden. Sie muss also da gewesen sein. Ganz heimlich!


 Obwohl man nichts zu tun hat, vergehen diese zwei Wochen viel zu schnell. Zwei Wochen, in denen die Sonne nicht untergeht, ein faszinierendes Naturschauspiel. Es ist traumhaft und ich vermisse es. Ich vermisste es schon als ich noch da war, in der Gewissheit diese Schönheit wieder verlassen zu müssen!


Aber der Tag kam und wir fuhren zurück Richtung Helsinki, hielten aber für eine Nacht in Lahti inne und ich wollte mir unbedingt die Skisprungschanzen angucken. Beeindruckend und lustig, dass der Auslauf im Sommer ien Schwimmbad ist. Da sollte dann doch lieber niemand von der Schanze springen. Zudem war gerade ein Fest in vollem Gange. Irgendetwas über Traktoren und Kühe, mein Finnisch war zu dem Zeitpunkt genauso schlecht wie heute. Für ein paar Bruchstücke reicht es aus, aber detaillierte Fragen zu stellen klappt dann doch nicht.


Dann mussten wir zurück. Helsinki. Hafen. Fähre. Das Wetter stürmte und regnerisch wie meine Gefühle, denn ich wollten nicht wieder weg. Aber ich musste und nun warte ich auf die nächste Möglichkeit dieses Land aus der Nähe zu sehen und wieder nach Hause zu kommen. Dorthin, wo mein Herz mich zieht. Finnland. Land der tausend Seen. Suomi!

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