Marvel´s Jessica Jones / Staffel 1-3

Samstag, 21. September 2019

Inhalt
Jessica Jones ist nicht so wie man sich Helden gemeinhin vorstellt. Sie säuft, sie ist nicht nett und vor allem will sie auch keine Heldin sein.
Natürlich kommt alles anders als es soll und als Schatten der Vergangenheit sie einzuholen drohen, muss sie handeln, nur eben auf ihre Art.

Trailer


Meine Meinung
Ich muss in dieser Serie ein wenig differenzieren, da mich alle Staffel sehr unterschiedlich erreicht haben und ich kaum in der Lage bin, eine einheitliche Review zu schreiben, die eine Staffel nicht herabwürdigen und die andere nicht heraufwürdigen würde. Für mich!

Staffel eins ist für mich grandios. Ich liebe die Inszenierung, die Charas, die Story, die Entwicklung. Kurzum, eigentlich liebe ich alles! Die Staffel ist künstlerisch, düster und meisterhaft produziert. Jessica als patzige Titelhelden mit ihrer Leck-mich-am-Arsch-Einstellung und die aufwendigen Inszenierungen hauen genauso rein wie die gesamte Story!
Jessica war ganz klar der Höhepunkt der Serie, sie ist anders, sie ist frech und sie ist cool. So etwas hatten wir schon, natürlich, aber hier wird es exzellent umgesetzt und macht einfach Spaß zu schauen. Aber auch Killgrave als Gegenspieler fand ich toll, auch wenn mir die Story um ihn am Ende etwas zu abrupt war, da hätte ich mir gerne ein wenig mehr Ausbau der Entwicklung gewünscht, da hätte man noch viel mehr daraus machen können. Trotzdem nach Fisk der aktuell stärkste Bösewicht der Marvel Produktion.

Staffel zwei dagegen verliert genau diesen Drive. Durch den Verlust des starken Bösewichts Killgrave dümpelt alles sehr vor sich hin, entwickelt nie die Intensität der ersten Staffel. Jessica ist nervig ohne Ende, sie jammert viel zu viel und auch wenn diese Einstellung vielleicht der Entwicklung der Geschichte ihrer Vergangenheit dienen soll, war es mir einfach an jedem Punkt der Serie zu viel!
Dazu viele verwirrende Nebenstränge, die kaum bis gar nicht der Story gedient haben und einfach nur als Fragen zurück bleiben, die mich gestört haben. Einfach viel verschenktes Potential.
Es ist durchaus spannend wie Jessica ihre Vergangenheit entdeckt und auch wie sich vor allem Trish in dieser Staffel entwickelt, aber alles zusammen war es für mich viel Wind um nichts. Eine Story, die nie wirklich zum Punkt kommt und der einfach einen starken Gegenpart fehlte. Jeder Held ist (meist) nur so gut wie sein Bösewicht und hier war das ganz stark zu merken.
Für mich wirklich gut war eine Folge und zwar die elfte, wer die Staffel bereits gesehen hat, wird wissen warum. DAS ist das, was ich von Jessica Jones erwarte und was die erste Staffel war!

Die dritte Staffel dagegen hat mir wieder viel viel besser gefallen. Sie nimmt eher den alten Drive aus Staffel eins auf, ist ingesamt actionreicher, ist schneller und entwickelt sich einfach besser. Dennoch kommt auch diese Staffel absolut nicht an die erste heran, die einfach ungeschlagen ist.
Wir haben eine vorherrschende Handlung zwischen Jessica und Trish, die sehr viel Potential bot und auch recht viel daraus herausgeholt hat, auch wenn man da ruhig noch tiefer hätte hinein gegen können. Aber Trish ist eine der zentalen Figuren in dieser Staffel und hat diese Rolle auch sehr gut eingenommen, die Evolution hätte sich besser über einen längeren Zeitraum gemacht und wäre dann wahrscheinlich sogar interessanter gewesen, aber so oder so wurde es gut umgesetzt. Die Entwicklung von Malcom zur ersten Staffel gesehen ist einfach nur krass und auch Jeri hat einen recht interessanten Plot, der sie gleichzeitig zum Menschen und zum Monster macht.
Alles in allem hat mir die Entwicklung sehr gefallen, ich hatte Spaß und vor allem war alles viel zu schnell vorbei und leider wurde die Serie abgesetzt, nachdem die zweite Staffel bereits abgedreht war. Zum Glück ist die Serie trotz allem recht gut abgeschlossen und kann als Ende betrachtet werden, obwohl sich noch so viele Möglichkeiten ergeben hätten können, aber diese Ära ist zumindest als Serie zunächst einmal vorbei.

Wer eine freche Prota mit dunkler Seele, großem Herzen und einen Hang zum Ärger finden mag, der wird mit Jessica einige Freude haben und eine der besten Marvel-Netflix-Serien für mich. Rangiert zusammen mit The Punisher auf Platz zwei, hinter Daredevil. Aber sehr locker vor Iron Fist und Luke Cage sowie den Defenders.

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2 Kommentare:

  1. Hallo liebe Vivka,
    deine Charakterbeschreibung klingt ja schon mal richtig gut. Ich hatte Jessica Jones als Serie auch schon im Blick. Habe mich dann aber irgendwie noch nicht rangetraut. Ich bin ja nicht so ein großer Fan von Marvel und schon gar nicht so ein Fan wie du :o) Aber irgendwie reißt es mich auch. Ich freue mich, dass du - trotz kleiner Kritikpunkte - so schöne Stunden mit der Serie hattest :o)
    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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    1. Ich finde, man muss Marvel nicht mögen, um Jessica Jones gut zu finden, vor allem, da es kaum Verweise aufs MCU gibt und das ganze mehr oder weniger als alleinige Serie da stehen kann ;)

      Für mich war halt Staffel 1 genial, vor allem aufgrund des Antagonisten, ich liebe Killgrave ^^

      Herbstliche Grüße
      Vivka

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