Das Vermächtnis der Wölfe 2: Zorn / Farina de Waard

Dienstag, 17. Dezember 2019

Inhalt
Flammen, Chaos und Tod
… erwarten Zenay, als sie Ornanung erreicht. Sie kommt zu spät, um das Dorf zu retten und muss vor den aufgebrachten Überlebenden die Flucht ergreifen. Eine gefährliche Reise durch die wilde Landschaft Tyaruls beginnt, bei der die Fähigkeiten der jungen Magierin auf eine harte Probe gestellt werden. Die tyrannische Königin lässt derweil nichts unversucht, um Zenay zu finden und setzt einen Kopfgeldjäger auf sie an. Getrieben von dunkler Magie wird die unerbittliche Suche nach der Auserwählten bald zu seinem einzigen Ziel …

Meine Meinung
Hach ja, da bin ich nach all der Zeit zurück gekehrt in die Welt von Sina (oder Zenay oder Zafija oder wie auch immer), Tarek, ihren Freunden und von Zayda, der grausamen Herrscherin, die auf jeden Fall Sinas Kopf will und dafür über noch mehr Leichen geht als sowieso schon.

Ich mag die Welt und auch die Geschichte, die Farina de Waard in dieser Reihe insziniert, aber wie auch schon in Band eins habe ich meine Schwierigkeiten mit Sina, oder Zenay, oder wie auch immer sie mal wieder genannt wird. Sie ist mir einfach zu naiv, zu wankelmütig und oftmals zu dumm (tut mir Leid, Farina). Ich hasse Figuren, die offensichtlich dumme Dinge tun, um sich "besser" zu fühlen, ihren Gefährten etwas zu beweisen oder was auch immer und Sina treibt es damit auf die Spitze. Natürlich fühlt sie sich fremd, einsam und vielleicht verlassen, aber meine Güte, rede halt mit den anderen. Auch ihre Gefühlslagen wechseln mir einfach viel zu schnell hin und her. Von einem Satz zum anderen ist sie resigniert und traurig, dann ermutigt und tatkräftig, nur um drei Sätze weiter schon wieder resigniert zu sein. Das ging mir tierisch beim Lesen auf die Nerven, wie eben auch schon in Band eins leider.

Auch die Geschichte an sich zieht sich für meinen Geschmack zu lange. Sie ist interessant, keine Frage, aber ein paar Seiten weniger hätten es tatsächlich auch getan, mir ist es zwischendrin zu viel bla bla und aufgebausche und na ja. Vor allem in Anbetracht, dass alle drei Bände dieser Trilogie so unglaublich dick sind und ich bereits im ersten Band das Gefühl hatte, dass ein bisschen weniger mehr gewesen wäre, aber das ist natürlich auch persönliche Vorliebe, aber ein bisschen knackiger und kürzer hätte es dann doch sein dürfen. 

Dennoch eine gelunge Fortsetzung, die uns tiefer in die Geschichte rund um Sina und Zayda zieht, der Geschichte des Landes und was einmal war und was vielleicht noch kommt. Viele Handlungsstränge, viele Charaktere, aber man kann jedem einzelnen gut folgen. Alle verbinden sich immer wieder zu Knoten, lösen sich und führen weiter ... wunderbar gemacht und treibt die Spannung und das Interesse gut in die Höhe und lässt auch teilweise langweiligere Sequenzen konsequent lesen. Alles in allem ein gutes Fantasybuch mit Schwächen!

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